Bahnreisen, die zu 100 % klimaneutral sind: keine unnötigen Abgase, die man am Bahnhof einatmen muss, kein störender Lärm von lauten Lokomotiven – ein großer Schritt in Richtung einer nachhaltigen Zukunft.
Nachhaltigkeit im Bahnverkehr neu denken
Seit Jahren arbeitet die Bahnindustrie intensiv an der vollständigen Elektrifizierung des Zugverkehrs. Ziel ist es, Lösungen zu entwickeln, die den wachsenden Anforderungen der Energiewende im Verkehrssektor – also der Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene – gerecht werden und gleichzeitig die Eingriffe in die bestehende Infrastruktur minimieren. Leichter gesagt als getan.
Bisher war der vollelektrische Zugverkehr von einer entscheidenden Voraussetzung abhängig: elektrifizierten Gleisen. Denn Züge beziehen ihren Strom üblicherweise über Oberleitungen. In Deutschland sind jedoch 38 % der Gleise nicht elektrifiziert, europaweit liegt dieser Anteil sogar bei 43 %. Für eine vollständige Elektrifizierung müssten diese Strecken nachgerüstet werden – ein enormer Aufwand, der immense Investitionen erfordert.
Die Lösung: RS ZERO
Als einer der führenden Schienenfahrzeughersteller und langjähriger Partner von HOPPECKE hat Stadler dieses Jahr ein neues Produkt vorgestellt, das genau dieser Herausforderung gerecht wird: den Regionalzug RS ZERO. Basierend auf seinem Vorgänger, dem Regio-Shuttle, setzt der RS ZERO zu 100 % auf alternative Kraftstoffe und kann so auch nicht elektrifizierte Streckenabschnitte befahren. Endkunden haben die Wahl zwischen einer wasserstoffbetriebenen Hybridversion (HEMU) und einem batterieelektrischen Modell (BEMU). Jedes Fahrzeug ist so konzipiert, dass es sich flexibel an die Gegebenheiten des Schienennetzes anpassen kann.
Langjährige Zusammenarbeit zwischen HOPPECKE und Stadler
Auch HOPPECKE-Batterien kommen zum Einsatz. Seit über 20 Jahren verbindet die Technologieführer HOPPECKE und Stadler eine enge Partnerschaft, die vom Innovationsgeist beider Unternehmen geprägt ist. Zahlreiche Blei-Säure- und Nickel-Cadmium-Batterien von HOPPECKE dienen als Zusatzbatterien in Stadler-Fahrzeugen. Seit mehr als fünf Jahren liefert HOPPECKE zudem Traktionsbatterien für Regional- und Fernzüge. Diese erfolgreiche Partnerschaft wird nun mit der Hochvolt-Lithium-Traktionsbatterie im RS ZERO fortgesetzt.
HOPPECKE LiTrac im RS ZERO
Sowohl die HEMU- als auch die BEMU-Version des RS ZERO nutzen das neueste Batteriesystem von HOPPECKE, das hochkompakte und flache LiTrac. Je nach Fahrzeugvariante können unterschiedliche Lithium-Technologien eingesetzt werden. Emissionsfreies Fahren, reduzierter Geräuschpegel im Batteriebetrieb und eine sorgfältig entwickelte, zukunftssichere Energieversorgung machen den RS ZERO zu einem echten Vorreiter. Wir freuen uns sehr und sind stolz darauf, dass unsere Batterien Stadler dabei unterstützen, mit dem RS ZERO CO₂-freies Reisen auf lokalen Schienennetzen zu ermöglichen.
Wir arbeiten derzeit mit Hochdruck an der Fertigstellung und Inbetriebnahme der Batterien für den RS ZERO-Prototyp, damit Stadler Rail die Typprüfungen und das Zulassungsverfahren planmäßig abschließen kann. HOPPECKE unterstützt Stadler Rail in dieser Testphase. Auch für HOPPECKE wären der erfolgreiche Abschluss der Testphase und die Zulassung des RS ZERO in Deutschland wichtige Meilensteine.